Wo Metall bearbeitet wird, arbeiten Emulsionen: Kühlschmierstoffe aus Öl und Wasser, die Fräsen, Bohren und Drehen erst möglich machen. Irgendwann sind sie verbraucht, und dann beginnt ein eigener Entsorgungsweg, getrennt vom Altöl.

Warum Emulsion nicht einfach Altöl ist

Emulsionen bestehen überwiegend aus Wasser, mit fein verteiltem Öl und Additiven. Sie fallen unter eigene Abfallschlüssel und brauchen eigene Aufbereitung: Erst wenn Öl und Wasser getrennt sind, kann jede Phase ihren Weg gehen. Die Verfahren dafür reichen von chemischer Spaltung über Zentrifugation und thermische Trennung bis zur Membranfiltration.

Die Pflichten des Betriebs

Für Erzeuger gelten die bekannten Regeln gefährlicher Abfälle: getrennt sammeln (nie mit Altöl, Lösemitteln oder Reinigern mischen), dicht lagern, dokumentiert abgeben. Verbrauchte Emulsion kippt zudem biologisch: Wer sie zu lange stehen lässt, bekommt Geruchs- und Hygieneprobleme im Betrieb.

So läuft die Abholung

Die DEG holt Emulsionen bundesweit ab, im selben Rechner wie Altöl: Stoffart Emulsion wählen, Menge eingeben, Sofortpreis sehen, Wunschtermin festlegen. Abgeholt wird mit Spezialfahrzeug und Saugschlauch, die Annahmekriterien nennen die Grenzwerte, und bei der Übergabe gibt es den Übernahmenachweis. Wer Altöl und Emulsion gemeinsam abholen lässt, erledigt beide Ströme mit einem Termin.