Die Membranfiltration ist das Präzisionswerkzeug unter den Trennverfahren: Statt Chemie oder Hitze arbeitet sie mit Poren, die so fein sind, dass Öltröpfchen sie nicht passieren.
Wie das Sieb im Nanomaßstab arbeitet
Bei der Ultrafiltration wird die Emulsion unter Druck an einer Membran entlanggeführt. Wasser und gelöste Salze schlüpfen durch die Poren (Permeat), Öltröpfchen und größere Moleküle bleiben zurück und reichern sich zum Konzentrat an. Typische Porengrößen liegen im Bereich weniger Nanometer, daher die hohe Trennschärfe.
Was dafür spricht
Die Filtration kommt ohne Spaltchemikalien aus, arbeitet bei moderaten Temperaturen und liefert eine Wasserphase von hoher Güte. Sie eignet sich gut als kontinuierlicher Prozess und lässt sich mit anderen Verfahren koppeln: grob trennen per Zentrifugation, fein per Membran, Restkonzentrat thermisch eindampfen.
Was sie fordert
Membranen können verblocken; Vorfiltration und regelmäßige Spülung gehören zum Betrieb. Stark verschmutzte oder feststoffreiche Emulsionen brauchen eine Vorstufe. Und wie bei allen Verfahren gilt: Je sortenreiner die Emulsion ankommt, desto wirtschaftlicher die Aufbereitung.
Für Betriebe
Die Verfahrenswahl liegt bei der Aufbereitungsanlage, die geordnete Abgabe beim Betrieb. Die DEG holt Emulsionen bundesweit ab: Menge in den Rechner eingeben, Termin wählen, Übernahmenachweis erhalten. Die Annahmekriterien nennen die Grenzwerte.
