Damit Altöl im Kreislauf landet, muss es erst einmal eingesammelt werden. Deutschland leistet sich dafür mehrere parallele Wege, und es lohnt sich zu wissen, welcher wofür gedacht ist.

Weg 1: Die Handelsrücknahme

Wer Motoröl verkauft, muss gebrauchtes Öl in Verkaufsmenge zurücknehmen. Dieser Weg ist für Privatleute gedacht: den Rest vom Ölwechsel zurück zum Händler. Für Betriebe mit regelmäßigem Anfall ist er unpraktisch, mehr dazu auf der Seite für Privatpersonen.

Weg 2: Kommunale Sammelstellen

Wertstoffhöfe nehmen Kleinmengen an, meist gegen Nachweis der Herkunft. Auch dieser Weg zielt auf Haushalte, nicht auf Gewerbe.

Weg 3: Die gewerbliche Abholung

Für Betriebe ist die Abholung der Standard: Spezialfahrzeuge mit Saugschlauch pumpen Tank oder Fass direkt vor Ort ab, dokumentiert per Übernahmenachweis. Die DEG organisiert diesen Weg bundesweit, von der Einzelabholung bis zum festen Rhythmus, mit Sofortpreis im Rechner.

Warum das Netz sich lohnt

Die Infrastruktur trägt messbar: 2024 kamen rund 516.400 Tonnen Altöl zusammen, die Recyclingquote lag bei 91 % (Quelle: Bundesverband Altöl). Jeder dieser Wege endet idealerweise am selben Ort, in der Reraffination, wo aus Altöl neues Basisöl wird, mit rund 60 % weniger CO₂ als aus Rohöl (Quelle: Umweltbundesamt).

Das dichteste Netz nützt nur, wenn es genutzt wird: Der kürzeste Anschluss für Betriebe ist die bundesweite Abholung.