Wer mit Ölprodukten arbeitet, trägt Verantwortung für deren Ende: Altöl ist gefährlicher Abfall und gehört in einen geordneten Entsorgungsweg. Das ist keine Formalie. Ein einziger Liter Altöl kann bis zu 1.000.000 Liter Trinkwasser unbrauchbar machen (Quelle: Bundesumweltministerium, Verbrauchertipp Altöl).

Warum sich der geordnete Weg doppelt lohnt

Unsachgemäße Entsorgung gefährdet Boden und Grundwasser, und sie fällt auf den Betrieb zurück: Bußgelder, Sanierungskosten, Imageschäden. Umgekehrt ist geordnete Entsorgung ein Baustein, mit dem Betriebe ihre Umweltverantwortung belegen können, gegenüber Kunden ebenso wie gegenüber Behörden.

Dazu kommt der Rohstoffgedanke: Altöl der Sammelkategorie 1 wird zu neuem Basisöl aufbereitet, mit rund 60 % weniger CO₂ als bei der Herstellung aus Rohöl (Quelle: Umweltbundesamt). Wer sein Altöl geordnet abgibt, entsorgt nicht nur, sondern hält einen Wertstoff im Kreislauf.

Was das Gesetz verlangt

Die Grundpflichten sind überschaubar: Altöl getrennt von anderen Stoffen sammeln, sicher lagern und dokumentiert abgeben. Bei der Übergabe gibt es einen Übernahmenachweis, der die ordnungsgemäße Entsorgung belegt. Wichtig ist die Trennung: Wer Altöl mit Bremsflüssigkeit, Frostschutz oder Lösemitteln mischt, macht aus einem gut verwertbaren Stoff einen teuren Problemfall.

So einfach ist der Ablauf heute

Die DEG organisiert die Altölentsorgung bundesweit: Menge in den Preisrechner eingeben, Sofortpreis sehen, Wunschtermin wählen. Abgeholt wird mit Spezialfahrzeug samt Saugschlauch, in der Regel innerhalb von sieben bis zehn Werktagen. Je nach Menge steht am Ende eine Rechnung, eine kostenfreie Abholung oder eine Gutschrift.