Recycling beginnt lange vor der Raffinerie: Ob aus Altöl wieder Basisöl wird, entscheidet sich im Betrieb. Dieser Leitfaden zeigt die Stellschrauben.

Erstens: sortenrein sammeln

Die wichtigste Regel kostet nichts: Altöl nie mit anderen Flüssigkeiten mischen. Bremsflüssigkeit, Kühlerfrostschutz, Lösemittel oder Kraftstoff machen aus verwertbarem Öl einen Sonderfall. Sortenreines Öl der Sammelkategorie 1 dagegen ist ein gefragter Rohstoff: Gut 228.500 Tonnen davon gingen 2024 in Deutschland in die Reraffination (Quelle: Bundesverband Altöl).

Zweitens: sicher lagern

Dichte, verschließbare Behälter auf befestigtem Grund, idealerweise mit Auffangwanne, und beschriftet, damit nichts verwechselt wird. Wie lange gelagert werden darf, hängt vom Betrieb ab; praktisch gilt: lieber regelmäßig abholen lassen als Bestände aufbauen. Passende Behälter wie IBC und Spundfass gibt es bei der DEG.

Drittens: dokumentiert abgeben

Bei der Übergabe zählt der Übernahmenachweis: Er belegt die ordnungsgemäße Entsorgung gegenüber Behörden und im Audit. Die Abholung organisiert die DEG bundesweit mit Spezialfahrzeug und Saugschlauch, der Termin kommt aus dem Preisrechner.

Was dabei herauskommt

Richtig gesammeltes Altöl wird zu neuem Basisöl, mit rund 60 % weniger CO₂ als aus Rohöl (Quelle: Umweltbundesamt). Und die Sorgfalt zahlt sich doppelt aus: Je sauberer der Stoff, desto besser die Konditionen. Je nach Menge steht am Ende eine Rechnung, eine kostenfreie Abholung oder eine Gutschrift.