Altöl ist nicht gleich Altöl: Was in Betrieben anfällt, verteilt sich auf verschiedene Arten mit unterschiedlichen Entsorgungswegen. Der Überblick, der Fehlwürfe verhindert.

Die Kategorie 1: das gut Verwertbare

Motoröl, Getriebeöl und Hydrauliköl auf Mineralölbasis bilden die Sammelkategorie 1, das Rückgrat der Verwertung: Diese Öle lassen sich gemeinsam sammeln und zu neuem Basisöl reraffinieren. 2024 gingen gut 228.500 Tonnen dieser Kategorie in die Aufbereitung (Quelle: Bundesverband Altöl). Ihre Grenzwerte stehen in den Annahmekriterien.

Die weiteren Kategorien

Daneben existieren Sammelkategorien für Öle, die nicht in die Reraffination dürfen: stark additivierte oder halogenhaltige Öle sowie Gemische mit abweichenden Eigenschaften. Sie werden gesondert gesammelt und verwertet; der Rechner der DEG bildet die Kategorien 1 bis 4 ab.

Was gar kein Altöl ist

Häufige Fehlwürfe mit eigenen Wegen: Bremsflüssigkeit (Polyglykol, kein Öl), Kühlerfrostschutz, Lösemittel und Benzine sowie Speiseöle. Jeder dieser Stoffe im Altölfass gefährdet die ganze Charge.

Die Praxisregel

Je Art ein Gebinde, klar beschriftet, und im Zweifel vor dem Einfüllen fragen statt hinterher sortieren. Bei der Anfrage geben Sie einfach an, was steht; die Einordnung übernimmt die DEG.