Altöl gilt vielen als reiner Schadstoff. Tatsächlich ist es einer der wenigen gefährlichen Abfälle, die sich nahezu vollständig in einen neuen Rohstoff verwandeln lassen. Die Vorteile im Überblick.
Ressourcen: Rohöl bleibt im Boden
Reraffiniertes Basisöl ersetzt Öl aus Neuware. Jede Tonne, die im Kreislauf bleibt, muss nicht gefördert, verschifft und raffiniert werden. In Deutschland kam 2024 gut ein Drittel des gesamten Altölaufkommens in die Reraffination: 228.500 von 516.400 Tonnen (Quelle: Bundesverband Altöl).
Klima: 60 % weniger CO₂
Der Vergleich ist amtlich vermessen: Basisöl aus Altöl verursacht rund 60 % weniger CO₂ als Basisöl aus Rohöl (Quelle: Umweltbundesamt). Recycling ist damit die klimafreundlichste Verwendung, die gebrauchtes Öl finden kann.
Umwelt: das größte Risiko entfällt
Was im Kreislauf ist, landet nicht in Boden oder Wasser. Die Größenordnung des vermiedenen Schadens: Ein Liter Altöl kann bis zu 1.000.000 Liter Trinkwasser unbrauchbar machen (Quelle: Bundesumweltministerium).
Wirtschaft: planbare Entsorgung
Weil Altöl einen Verwertungswert hat, ist die Entsorgung für Betriebe planbar und transparent: Der Rechner zeigt den Preis vor dem Auftrag, und je nach Menge steht am Ende eine Rechnung, eine kostenfreie Abholung oder eine Gutschrift.
Voraussetzung für alles: sortenreine Sammlung im Betrieb. Sie ist der Schlüssel, der die Vorteile aufschließt.
