Zwischen Ölwechsel und Abholung liegt die Lagerung, und genau dort passieren die meisten Fehler. Die gute Nachricht: Sichere Altöl-Lagerung ist keine Wissenschaft, sondern eine Handvoll Regeln.
Regel 1: Der richtige Behälter
Altöl gehört in dichte, verschließbare und beständige Behälter, bewährt sind Spundfässer und IBC-Container (beides gibt es bei der DEG). Ungeeignet ist alles Improvisierte: offene Wannen, Lebensmittelkanister, rostige Blechfässer.
Regel 2: Rückhalt einplanen
Behälter stehen auf befestigtem, undurchlässigem Grund, idealerweise in oder auf einer Auffangwanne, die den Inhalt des größten Gebindes fasst. Im Freien kommt ein Wetterschutz dazu, denn Regenwasser im Fass macht aus Altöl ein Gemisch.
Regel 3: Getrennt und beschriftet
Sammelkategorie 1 bleibt unter sich: kein Frostschutz, keine Bremsflüssigkeit, keine Lösemittel dazu. Jedes Gebinde trägt eine klare Beschriftung, damit auch die Aushilfe am Samstag nichts verwechselt.
Regel 4: Nicht horten
Lagerbestände sind Risikobestände. Wer regelmäßig abholen lässt, statt Fässer zu sammeln, minimiert Leckagerisiko, Platzbedarf und Prüfaufwand. Die Abholung lässt sich mit Sofortpreis und Wunschtermin planen, bundesweit, in der Regel binnen sieben bis zehn Werktagen.
Warum die Mühe zählt
Ein Liter Altöl kann bis zu 1.000.000 Liter Trinkwasser unbrauchbar machen (Quelle: Bundesumweltministerium). Gute Lagerung ist der Unterschied zwischen einem Rohstoff im Kreislauf und einem Schadensfall im Boden.
