Altöl entsteht in vielen Betrieben regelmäßig. Besonders häufig fällt es in Kfz Werkstätten Industriebetrieben Produktionsanlagen oder in der Landwirtschaft an. Dazu gehören zum Beispiel gebrauchte Motoröle Getriebeöle Hydrauliköle oder andere Schmierstoffe aus Maschinen. Nach der Nutzung enthalten diese Öle verschiedene Verunreinigungen. Dazu zählen Metallpartikel Ruß oder chemische Rückstände. Deshalb gilt Altöl als gefährlicher Abfall und muss sorgfältig gelagert und entsorgt werden.

Eine sichere Lagerung von Altöl ist wichtig für den Umweltschutz und für die Sicherheit im Betrieb. Gelangt Altöl in den Boden oder in Gewässer kann es dort langfristige Schäden verursachen. Schon kleine Mengen können große Auswirkungen haben. Außerdem kann eine falsche Lagerung für Unternehmen rechtliche Folgen haben. Zu den möglichen Risiken gehören zum Beispiel

  • Umweltverschmutzung durch austretendes Öl
  • Brand oder Sicherheitsgefahren im Betrieb
  • Bußgelder bei Verstößen gegen Vorschriften
  • Schäden für das Image des Unternehmens

Eine fachgerechte Lagerung schützt also nicht nur die Umwelt sondern auch den Betrieb selbst.

In Deutschland gibt es klare Regeln für den Umgang mit Altöl. Besonders wichtig sind die Altölverordnung und das Kreislaufwirtschaftsgesetz. Diese Vorschriften verpflichten Unternehmen dazu Altöl getrennt zu sammeln sicher zu lagern und von zugelassenen Entsorgungsunternehmen abholen zu lassen. Ziel dieser Regelungen ist es die Umwelt zu schützen und wertvolle Rohstoffe wiederzuverwenden.

Eine wichtige Voraussetzung für die sichere Lagerung sind geeignete Behälter. Altöl muss in stabilen und dichten Behältern gesammelt werden die für ölhaltige Stoffe geeignet sind. In vielen Betrieben werden dafür spezielle Altöltanks oder Sammelcontainer aus Metall oder Kunststoff verwendet. Wichtig ist außerdem dass diese Behälter deutlich gekennzeichnet sind und regelmäßig überprüft werden. Beschädigte oder undichte Behälter können dazu führen dass Öl austritt und den Boden verschmutzt.

Auch der Lagerort spielt eine wichtige Rolle. Altöl sollte immer an einem geeigneten Platz gelagert werden. Dieser Bereich sollte einige grundlegende Anforderungen erfüllen zum Beispiel

  • Schutz vor Regen und anderen Witterungseinflüssen
  • ein fester und flüssigkeitsdichter Boden
  • ausreichende Belüftung
  • Schutz vor unbefugtem Zugriff

Viele Betriebe richten dafür eigene Bereiche für Gefahrstoffe ein. So lassen sich Risiken im Alltag deutlich reduzieren.

Zusätzlich sind Auffangsysteme eine wichtige Sicherheitsmaßnahme. Auffangwannen oder ähnliche Vorrichtungen sorgen dafür dass austretendes Öl nicht direkt in den Boden oder in die Kanalisation gelangt. Besonders dort wo größere Mengen Altöl gelagert werden sind solche Systeme sehr sinnvoll. Sie bieten eine zusätzliche Absicherung falls ein Behälter beschädigt wird oder Öl ausläuft.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die getrennte Sammlung von Altöl. In der Praxis kommt es manchmal vor dass verschiedene Flüssigkeiten zusammen in einen Behälter gelangen. Dazu gehören zum Beispiel Bremsflüssigkeit Lösungsmittel oder Kühlmittel. Diese Stoffe sollten jedoch nicht mit Altöl vermischt werden. Eine Vermischung kann die spätere Aufbereitung erschweren oder sogar unmöglich machen. Für ein funktionierendes Recycling ist es deshalb wichtig Altöl immer getrennt zu sammeln.

Auch regelmäßige Kontrollen sollten im Betrieb durchgeführt werden. Dabei kann überprüft werden ob alles ordnungsgemäß gelagert wird. Wichtige Punkte bei solchen Kontrollen sind zum Beispiel

  • der Zustand der Behälter
  • mögliche Leckagen oder Ölspuren
  • die Funktion der Auffangsysteme
  • Sauberkeit und Ordnung im Lagerbereich

Durch solche Kontrollen lassen sich Probleme früh erkennen und schnell beheben.

Neben technischen Maßnahmen spielt auch das Verhalten der Mitarbeiter eine wichtige Rolle. Beschäftigte sollten wissen wie Altöl richtig gesammelt und gelagert wird. Schulungen oder klare Anweisungen im Betrieb helfen dabei Fehler zu vermeiden. Wenn Mitarbeiter die wichtigsten Regeln kennen lassen sich viele Risiken von Anfang an verhindern.

Altöl darf außerdem nicht dauerhaft im Betrieb gelagert werden. Unternehmen sind verpflichtet es regelmäßig von einem zertifizierten Entsorgungsunternehmen abholen zu lassen. Diese Unternehmen kümmern sich um den sicheren Transport und die fachgerechte Verwertung des Altöls. In vielen Fällen wird Altöl wiederaufbereitet und anschließend erneut als Rohstoff genutzt. Dadurch werden Ressourcen geschont und der Rohstoffkreislauf bleibt erhalten.

Zusammengefasst ist die richtige Lagerung von Altöl ein wichtiger Teil des betrieblichen Abfallmanagements. Geeignete Behälter sichere Lagerbereiche und regelmäßige Kontrollen helfen dabei Risiken zu vermeiden. Unternehmen die Altöl korrekt lagern und fachgerecht entsorgen lassen schützen die Umwelt und sorgen gleichzeitig für mehr Sicherheit im eigenen Betrieb.